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Weltsozialforum 2005

Das fünfte Weltsozialforum kehrte nach Porto Alegre und damit zu seinem Ursprung zurück, wo es bereits dreimal - 2001, 2002 und 2003 - stattfand, zuletzt mit über 100 000 TeilnehmerInnen. In 2004 tagte man in Mumbai / Indien. An ihm nahmen 155 000 Personen aus aller Welt teil. Allein aus Deutschland beteiligten sich ca. 50 Organisationen, ca. die Hälfte davon mit eigenen Veranstaltungen.

Es gab kritische Stimmen, welche von „Signalen der Erschöpfung“ des Forumgedankens sprachen. Zugestanden wurde, dass das Forum beachtliche Resultate erzielt hat. Nicht nur mit der Zusammenführung der Aktionen des „progressiven Lagers“, sondern auch in der Abschwächung der Dominanz neoliberaler Hegemonie. Zugestanden wird ferner, dass es sich in einen Gegenpol neoliberaler Politik verwandelt hat und erreichte, dass die sozialen Probleme aller Welt deutlich gemacht wurden. Dagegen wird bemängelt, dass das WSF kein Aktionsprogramm habe und dass zu wenige konkrete Alternativen angeboten würden. Und es wurde kritisiert, dass das WSF es bisher nicht ausreichend schaffte die Widerstandskräfte zu bündeln.

Auf der anderen Seite warnten TrägerInnen des Sozialforumsgedankens vor einem vorschnellen Aktivismus, der der Komplexität der Realität nicht gerecht werde, Strohfeuer entfache statt dauerhafte Lebensverbesserungen zu realisieren.

In Porto Alegre 2005 zeigte sich ob eine Chance besteht, über diese Blockierung hinaus zu gelangen.

 

Aus www.weltsozialforum.org, gedruckt am: Di, 02.06.2020 ©
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