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Berichte

Aktivist für eine andere Welt

Zu den Preisträgern des diesjährigen Alternativen Nobelpreises, der am 8. Dezember in Stockholm verliehen wird, zählt der brasilianische Anti-Korruptions-Aktivist Chico Whitaker Ferreira. Er erhält den Ehrenpreis für seinen Einsatz für soziale Gerechtigkeit.

(von Susanne Eller, Kirchenzeitung der Diözese Linz der Katholischen Kirche in Oberösterreich)

Zeit seines Lebens hat der praktizierende Katholik Chico Whitaker für soziale Gerechtigkeit und gegen die Korruption gekämpft. Er tat dies sowohl in seiner Heimat Brasilien als auch in Frankreich und Chile, wo er viele Jahre mit seiner Frau und seinen vier Kindern im Exil lebte. Durch sein Engagement hat Whitaker die Demokratie Brasiliens bedeutend gestärkt. Er war auch die treibende Kraft hinter der Gründung des Weltsozialforums, dass 2001 erstmals im brasilianischen Porto Alegre stattgefunden hat. Unter dem Slogan „Eine andere Welt ist möglich“ werden dort Alternativen aufgezeigt gegen die Weltherrschaft durch das Kapital. Was die Zukunft betrifft, so wünscht sich der 75-Jährige, „dass das Weltsozialforum zu einer offenen Tür der Hoffnung wird in ein neues Jahrhundert, frei von allen Arten der Herrschaft und Unterdrückung.“

Fortschritte. Von 1989 bis zum Frühjahr 2006 war der studierte Architekt Whitaker Mitglied der „Brasilianischen Arbeiterpartei“ (PT). Als er merkte, dass die Partei im Hinblick auf ihre Grundsätze nicht mehr glaubwürdig war, trat er zurück. Trotz aller Korruptions-Skandale ist Whitaker dennoch voller Hoffnung in Bezug auf die Demokratie in Brasilien: „Wir machen Fortschritte. Zwar langsam, aber es geht voran. Viel mehr Menschen als wir glauben möchten Dinge verändern. Sobald wir anfangen, strategische Zielsetzungen der Änderung zu definieren, werden wir auch schneller weiterkommen.“

Chico Whitaker Ferreira: „Die ,andere’ Welt, für die wir uns einsetzen, ist der Wunschtraum aller Menschen: Friede, Gerechtigkeit, Würde vor dem Leben, Zusammenarbeit, Solidarität, keine Unterdrückung, keine weiteren Kriege und keine Gewalt zwischen den Menschen. Außerdem Respekt vor der Natur, denn wir müssen an die Generationen denken, die nach uns kommen.“

 

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