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Weltsozialforum 2003

Mit Informationen über das Programm des Weltsozialforum 2003 eröffnete das Internationale Organisationskomitee am 23. und 24. September 2002  in Porto Alegre den Prozess zum dritten Weltkongress der GlobalisierungskritikerInnen.

Für das Weltsozialforum, an dem sich weltweit immer mehr Organisationen beteiligen, werden vom 23. bis 28. Januar 2003 in Porto Alegre etwa 100.000 TeilnehmerInnen erwartet. Das Weltsozialforum beruft sich auf die im Juni 2001 vom Internationalen Komitee des Weltsozialforums verabschiedete Charta der Prinzipien als seiner Grundlage. Demnach eint das Weltsozialforum, und mit ihm alle an den regionalen Sozial- und thematischen Foren Beteiligten der Grundkonsens, sich gegen den Neoliberalismus, die Herrschaft des Geldes und jede Form von Imperialismus auszusprechen, die Menschen- und BürgerInnenrechte und die Umwelt zu respektieren sowie die demokratische und soziale Gerechtigkeit, Gleichheit und Selbstbestimmung der Völker anzustreben. Die Sozialforen bieten den vielfältigen weltweiten Organisationen, Gruppen, Initiativen, Verbänden etc. eine offene Plattform zum Austausch, zur politischen Analyse und zur Entwicklung von Alternativen. Der offene Charakter beinhaltet auch, dass die Sozialforen an sich keine Positionen beziehen, sondern den einzelnen Organisationen den Raum bieten, sich zu positionieren. RepräsentantInnen von Parteien und militärische Organisationen sind nicht zum Sozialforum zugelassen.

Aktionsvielfalt unter einem großen Dach

Auch auf dem Weltsozialforum 2003 sollen über die vorbereiteten Vormittagskonferenzen einem breiten Publikum alternative Sichtweisen und Analysen zu den Kernthemen des Weltsozialforums präsentiert werden. Darüber hinaus sind wieder unzählige weitere Aktivitäten geplant, wie Seminare zur gemeinsamen Entwicklung von Vorschlägen und Strategien zu konkreten Unterthemen, Runde Tische des Dialogs und der Kontroversen mit Gästen aus Parteien, Regierungen und UN-Organisationen sowie Runden mit ZeitzeugInnen, die von ihren Erfahrungen berichten. Einen wichtigen Beitrag zum Weltsozialforum werden auch im Januar 2003 wieder die in Eigenregie von den teilnehmenden Organisationen selbst angebotenen Workshops und viele weitere Initiativen wie kulturelle Aktivitäten, ein Jugendcamp, Pressekollektive etc. leisten. Die Lebendigkeit des Forums ergibt sich gerade aus diesen vielfältigen, in Eigeninitiative organisierten Aktionen und Diskussionsforen. Hier werden Aktionspläne geschmiedet, hier finden der eigentliche Erfahrungsaustausch und die globale Vernetzung statt.

Und so geht es auch im Januar 2003 wieder darum, den bunt gemischten Initiativen und Organisationen durch das Weltsozialforum eine Plattform zu schaffen, ohne sich anzumaßen, die vielgestaltige Bewegung zusammenfassen zu können oder gar den großen Wurf einer allgemeingültigen Alternative aufzuzeigen. Gerade die Vielfalt der existierenden Ideen und Vorschläge für den Aufbau einer anderen Welt soll sichtbar gemacht werden.

Sozialforen in aller Welt...

Im Zuge der Regionalisierung des Weltsozialforums - regionale und thematische Sozialforen gibt es inzwischen auf fast allen Kontinenten - wartet das Weltsozialforum 2003 im nächsten Jahr auch mit einem ganz neuen Bereich auf: Die verschiedenen Sozialforen aus aller Welt werden während des gesamten Weltsozialforums einen eigenen Platz auf dem Gelände haben, um ihre Ergebnisse in Form von Ausstellungen, Treffen und Debatten präsentieren und sich untereinander austauschen zu können.

Die regionalen und thematischen Foren finden im Vorfeld des dritten Weltsozialforums statt. Als erstes eröffnete Argentinien Ende August mit einem thematischen Sozialforum zur dortigen Wirtschaftskrise den Prozess der Regionalisierung des Weltsozialforums. Vom 6. bis 10. November fand dann in Florenz das Europäische Sozialforum statt sowie vom 15. bis 19. Dezember in Addis Abeba (Äthiopien) das afrikanische Sozialforum. Es folgt das asiatische Sozialforum vom 2. bis 7. Januar in Hyderabad (Indien). Unmittelbar vor dem 3. Weltsozialforum treffen sich die Sozialbewegungen der Pan-Amazonas-Staaten vom 16. bis 19. Januar 2003 zum Pan-Amazonischen Sozialforum im nordbrasilianischen Belém do Pará und schließlich wird es noch ein thematisches Sozialforum zu Palästina vom 27. bis 30 Dezember 2002 in Ramallah (Palästina) geben.

Finanzielle Unterstützung

Das WSF 2003 wird u.a. unterstützt von folgenden Organisationen und Unternehmen:

ActionAid, Cafod, CCFD, Evangelischer Entwicklungsdienst, Fundação Banco do Brazil, Heinrich Böll Stiftung, ICCO, Misereor, Novib, Ford Foundation, Oxfam und Petrobras.