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BerichteStattfinden des Weltsozialforum 2026 in Bénin Weiterhin ist unklar in welchem Umfang das geplante WSF in Cotonou tatsächlich stattfinden kann.
# Stand 05.08.2026 Am 04.05.2026 sollte das WSF in Cotonou / Bénin eigentlich mit der traditionellen Eröffnungsdemonstration beginnen. Dazu sollte die Ankunft der Mobilisierungskarawanen bestehend aus drei Buskolonnen (zwei aus Westafrika, eine aus Südafrika) abgewartet werden. Nachdem eine der westafrikanischen Kolonnen wenige Kilometer vor Cotonou von Militär gestoppt und nach Togo eskortiert wurden. Die Teilnehmer*innen - Mitglieder der Westafrikanischen Vereinigung für den Kampf um Land und Wasser (CGLTE-WA) halten sich zur Zeit in Lomé / Togo auf. Nach mehr als sechzehn Tagen auf der Straße und Tausenden von Kilometern, die diese Karawane quer durch Westafrika zurückgelegt hat, setzen sich die Teilnehmenden weiterhin für Ruhe, Disziplin, Respekt gegenüber den Behörden und Gewaltfreiheit ein. Darüber hinaus wurden anscheinend auch in Cotonou zentrale für das WSF vorgesehene Veranstaltungsräume von der Regierung geschlossen. Aktuell finden Gespräche zwischen dem Internationalen Rat des WSF und der Regierung von Bénin statt. Vor diesem Hintergrund versuchen sich die Veranstalter*innen vor Ort selbständig neu zu organisieren. Ungeachtet dieser Schwierigkeiten finden wohl dennoch zumindest einige der geplanten Workshops statt wie zum Beispiel die vom "Rethinking Security in Africa Network". # Stand 24.07.2026 Die örtlichen WSF-Organisator*innen haben alles Mögliche in Bewegung gesetzt inklusive verschiedener Treffen mit Regierungsmitgliedern. Ursachen Die Gründe, warum die Regierung bislang weiterhin an ihrer kurzfristigen Absage ihrer Unterstützung des Forums festhält, sind unklar. Klar ist, dass es innerhalb der Regierung unterschiedliche Auffassung zur Unterstützung des Forums gibt. Gründe, warum die nationale Unterorganisation der Convergence in Benin ebenfalls für eine Absage plädiert, sind wahrscheinlich, dass diese Angst haben, ihren legalen Status oder ihre Position zu verlieren, wenn sie sich über die Regierung hinwegsetzen. Es gibt aktuell keine bestätigten Hinweise darauf, dass ein Grund die Sicherheit des Forum sein könnte. Die Convergence, aber auch die deutsche Botschaft als auch Informant*innen aus der britischen und US Botschaft haben auf Anfrage mitgeteilt, dass sie keinerlei akuten Informationen bzgl. einer Bedrohung für die Sicherheitslage des Forums haben. Mögliche Folgen Es ist nicht das erste Mal, dass ein Weltsozialforum kurz vor Beginn unter Druck steht und der tatsächliche Ablauf noch unklar ist. Laut Francisco Mari von Brot für die Welt gab es bereits bei früheren Weltsozialforen in Brasilien, im Senegal und in Kanada Unklarheiten, in welcher Form das Weltsozialforum am Ende stattfindet. In allen Fällen hat jedoch das Weltsozialforum letztendlich stattgefunden. Diese Foren wurden jedoch teilweise am Ende nicht von der Regierung oder Stadt offiziell unterstützt, jedoch leicht im Programm eingeschränkt und als private Veranstaltung geduldet. Es könnte ein Möglichkeit sein, dass es auch diesmal so kommen kann. Anzeichen dafür, dass das Weltsozialforum 2026 von der Regierung Benins mindestens geduldet wird sind, dass bisher keine Fälle bekannt sind, in denen Personen, die zum Forum anreisen, an der Einreise gehindert oder ausgewiesen wurden. Zudem findet das Forum in der Universität Abomey-Calavi statt - die nicht der Regierung Benins sondern der Stadt untersteht. Es ist also am Ende - außer die Regierung schreitet aktiv ein - die Entscheidung der Stadt und der Universität selbst, ob die Räumlichkeiten für das Weltsozialforum genutzt werden können. Bisher gibt es von der Stadt keine Anzeichen, dass diese das Weltsozialforum nicht unterstützt. Dies sind jedoch nur Anzeichen für eine Duldung; es ist momentan noch unklar ob es am Ende so oder anders sein wird.
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